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19.05.2012 - Panorama Schienenbusfahrt ins mittlere Rheintal

Am Samstag, den 19. Mai 2012 ging es für den kleinen Schienenbus der RuhrtalBahn auf große Fahrt ins Rheintal! Schon um 4 Uhr in der Frühe wurden die beiden 150-PS-Büssingmotoren gestartet, um kurz nach 5 Uhr ging es zur Überführungsfahrt aus dem Eisenbahnmuseum Bochum durchs schöne Ruhrtal nach Hagen Hbf. Unsere fleißigen Helfer des Modelleisenbahnclub Essen (MEC) hatten bereits am Abend des Vortages die drei Wagen mit Getränke etc. aufgefüllt um für die rd. 620 km lange Fahrt gerüstet zu sein.

Bevor der Hagener Hauptbahnhof angefahren wurde, mussten die Dieseltanks noch in Hagen-Vorhalle bei der dortigen DB-Tankstelle gefüllt werden. Nach etwa einer halben Stunde war dies inkl. der nötigen Rangierfahrten erledigt, so dass der Triebwagen dann gegen 6:40 Uhr bereits am Gleis 10 in Hagen Hbf zur Abfahrt bereit stand.


Pünktlich ging es dann auch los, die beiden Motoren brummten auf und die Fahrt führte über Schwelm, Düsseldorf Hbf, Köln-Mülheim, Köln-Deutz nach Köln Hbf. Nun waren alle Fahrgäste zugestiegen und wir setzten nun die Fahrt fort, über die Kölner Südbrücke überquerten wir nun zum zweiten Mal den Rhein und es ging via Troisdorf und Bonn-Beul auf die rechtsrheinische Hauptstrecke. Hier konnte der dreiteilige VT98 mal richtig laufen und die  Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h wurde problemlos erreicht und auch gehalten. Schon kurz hinter Königswinter ließ sich der Rhein zwischen Häusern und Bäumen blicken. Bald waren wir auch nahe am Fluss, der uns nun für längere Zeit begleiten sollte.


Auf Grund einer Gleisbaustelle im Bereich des Bonner Hbf wurden wir bei der Hinfahrt über Koblenz geleitet und fuhren dann linksrheinisch wieder ein Stück Richtung Norden um unser erstes Ziel Brohl am Rhein zu erreichen. Hier war für unsere Fahrgäste Umstieg in den Schmalspurzug des Vulkanexpreß, den wir für diesen Tag gechartert hatten. Ab Brohl ging es im gemütlichen Tempo hinauf bis zum Bahnhof Engeln, zwischendurch gab es aber auch noch eine Kreuzung mit einem Regelzug des Vulkanexpreß. Die Fahrgäste konnten die schöne Landschaft der Vulkaneifel genießen, am Endbahnhof Engeln gab es ein nettes Angebot vom Grill. Währenddessen brummte der Schienenbus von Brohl nach Remagen um Diesel nachzutanken. Es wurde aufgeräumt, die Wassertanks der Toiletten aufgefüllt und der bis dahin angefallene Müll entsorgt. Damit niemand rückwärts fahren muss, klappten wir die Sitzlehnen in die entsprechende Fahrtrichtung um – einer der Vorzüge der Schienenbusse!

 Pünktlich erreichte der Schmalspurzug wieder den Bahnhof Brohl, der Umstieg der Fahrgäste in den wartenden Schienenbus ging zügig vonstatten, so dass Brohl pünktlich in Richtung Rüdesheim verlassen wurde. Nun ging es zunächst am DB-Museum Koblenz-Lützel vorbei, dann durch den Koblenzer Hbf um anschließend wieder den Rhein zu überqueren. Von hier ab fuhren wir immer geradeaus auf der rechtsrheinschen Seite u.a. durch den Loreley-Tunnel bis nach Rüdesheim. Aus dem großzügig verglasten Schienenbus konnte man die herrliche Landschaft des mittleren Rheintals wirklich genießen. Auch die Ausblicke nach vorn. bzw. hinten aus den Führerständen auf die Strecke und die Umgebung waren wirklich nicht alltäglich.

 

 

In Rüdesheim waren rd. 2 Stunden Aufenthalt, den einige Fahrgäste zu einer interessanten Stadtführung nutzten. Die anderen
schlenderten durch die romantischen Gassen oder stärkten sich bei einem Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants.


Ab Rüdesheim fuhren wir wieder die wunderschöne Strecke entlang des Rheins hinauf bis Königswinter, dann wieder über Bonn-Beul weiter bis zum Kölner Hbf. Hier verließen uns die ersten glücklichen, aber von der langen Reise doch ein wenig erschöpften Fahrgäste. Die übrigen Zustiegshalte wurden nun in schneller Fahrt erreicht, lediglich mit der Steilrampe zwischen Erkrath und Hochdahl hatte der nun auch schon über 50 Jahre alte Schienenbus schwer zu kämpfen. Aber auch diese Hürde wurde genommen und bald erreichten wir gegen Mitternacht unseren Ausgangsbahnhof Hagen, wo nun ein langer, anstrengender aber auch schöner Tag für unsere Fahrgäste zu Ende war.

Das Zugpersonal hatte aber noch einige Arbeit vor sich, zunächst wurde nochmals in Hagen-Vorhalle getankt, der Schienenbus wieder zum Eisenbahnmuseum Bochum überführt und dort abgestellt. Dann wurde noch aufgeräumt, die Getränke und das Leergut ausgeräumt, so dass nach beinahe 24 Stunden der Dienst für das Zug- und Begleitpersonal auch zu Ende war.


Der Veranstalter NostalgieZugReisen bedankt sich bei allen Beteiligten, die diese Sonderfahrt überhaupt ermöglicht haben:

  • der RuhrtalBahn für den zur Verfügung gestellten Schienenbus VT98, www.ruhrtalbahn.de,
  • der DGEG Bahnen & Reisen Bochum AG im Eisenbahnmuseum Bochum als ausführendes EVU,
    www.eisenbahnmuseum-bochum.de,
  • den fleissigen, stets freundlichen und bemühten Zugbegleitern des MEC Essen, www.mec-essen.de,
  • der Brohltalbahn und seinen freundlichen Mitarbeitern, www.vulkan-express.de,
  • und der Deutschen Bahn AG, www.bahn.de

Fotos: Fabian Meyer (MEC), Mike Rietenberg, Sönke Windelschmidt


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